So lesen Sie ein Peptid-Datenblatt: Formel, Molmasse, Reinheit
Ein Feld-für-Feld-Leitfaden zum Peptid-Datenblatt: Summenformel, Molmasse, Reinheit, Sequenz und Netto-Peptidgehalt.
Ein Peptid-Datenblatt fasst alles, was Sie zur Identifikation einer Verbindung und zur Arbeit mit ihr benötigen, auf einer einzigen Seite aus Zahlen und Codes zusammen. Es zügig lesen zu können, gehört zum labortechnischen Grundhandwerk. Hier sind die wichtigsten Felder und was jedes einzelne aussagt.
Summenformel
Die Summenformel — eine Zeichenfolge wie C₄₅H₇₃N₁₃O₁₀ — gibt die exakte atomare Zusammensetzung des Peptids an und ist die maßgebliche Grundlage seiner Identität. Salzformen werden mitunter gesondert ausgewiesen, da ein Trifluoracetat- oder Acetat-Gegenion eigene Atome beisteuert.
Molmasse
Die Molmasse, auch Molekulargewicht, wird in Gramm pro Mol angegeben und erlaubt die Umrechnung zwischen Masse und Stoffmenge. Datenblätter nennen üblicherweise die mittlere Masse, während ein Massenspektrometer die monoisotopische Masse ausgibt; beide unterscheiden sich geringfügig — wissen Sie also, welche Sie vor sich haben, wenn Sie ein Analysezertifikat (COA) mit einem MS-Spektrum vergleichen.
Reinheit
Die Reinheit wird typischerweise als HPLC-Flächenprozent angegeben, zum Beispiel ≥98%, und spiegelt den Anteil des Zielpeptids im Verhältnis zu verwandten Verunreinigungen wider. Unser Artikel dazu, wie die Reinheit von Peptiden gemessen wird, erklärt, wie diese Zahl zustande kommt.
Sequenz und Modifikationen
Die Sequenz erscheint im Ein- oder Dreibuchstabencode der Aminosäuren. Modifikationen wie N-terminale Acetylierung, C-terminale Amidierung oder Zyklisierung werden hier vermerkt, denn jede von ihnen verändert Masse und Verhalten des Moleküls.
Salzform und Nettogehalt
Beachten Sie schließlich das Gegenion und den Netto-Peptidgehalt — den Anteil der Fläschchenmasse, der tatsächlich Peptid ist und nicht Salz oder Restfeuchte. Für exaktes Arbeiten ist das von Bedeutung. Jeder Vela-Bestellung liegt ein kostenloses Fläschchen mit 3 mL bakteriostatischem Wasser bei; die Berechnung finden Sie in unserem Leitfaden zur Rekonstitution.
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